Wildbienen

Die artenreiche Verwandtschaft der Honigbiene

Fällt das Wort "Biene" denkt jeder gleich an die nützliche Honigbiene, dabei gibt es neben dieser einen 'Haustier'-Art in unseren Breiten gleich mehrere hundert wild lebende Bienenarten: Mauerbienen, Sandbienen, Seidenbienen, Scherenbienen, Hosenbienen, Maskenbienen, Furchenbienen und viele mehr. Auch die rund drei Dutzend Hummelarten zählen zu den Wildbienen.

Abgesehen von den Hummeln, leben die meisten Wildbienen 'solitär', d.h. sie bilden keinen Staat und jedes Weibchen ist gleichzeitig eine eierlegende 'Königin'. Da ihr jedoch das Gefolge fehlt, muss sie selber für ihre Nachkommenschaft sorgen: Nistplatz suchen, Zellen bauen, Eier legen und verproviantieren. Die meisten Wildbienen bauen Brutröhren mit mehreren Zellen, etwa im Boden, in Lehm-/Sand-wänden, in Hausmauern, in Löchern in Totholz oder hohlen Stängeln. Manche Arten wie die Mauerbiene kann man schon im zeitigen Frühjahr beobachten, und das selbst mitten in der Stadt.

 

Honig- und Wildbienen bieten ein reiches Betätigungsfeld für die Umweltbildung. Ihre große Bedeutung für die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen und ihre vielfältigen ökologischen Anpassungen an die unterschiedlichsten Lebensräume sind nur zwei Themenkomplexe. Durch den einfachen Bau von Nisthilfen oder die Ansiedlung von bienenfreundlichen Nahrungspflanzen können selbst jüngere Kinder schon einen kleinen aktiven Beitrag zum Naturschutz leisten. An den Nisthilfen lassen sich darüber hinaus die verschiedensten Nahrungsnetz-Beziehungen studieren, denn mit den Bienen stellen sich schon bald Räuber und Parasiten ein, wie Kuckucks-bienen, Goldwespen, Grab- und Schlupfwespen, Taufliegen, Milben und andere. Übrigens braucht man keine Bedenken zu haben: Weder die Wildbienen noch die anderen genannten Arten stechen (außer man quetscht sie), denn sie müssen keinen Staat verteidigen!

 

Majas wilde Verwandtschaft

Unterrichtseinheit

Mit Hilfe einer Bildschirm-Präsentation und weiterer Informationsmittel lernen die Schüler/innen die Grundlagen über Biologie, Arten, Gefährdung und Schutz von Wildbienen. Bei jüngeren Kindern kommen vorrangig spielerische kleine Aktionen zum Einsatz.

 

Dauer:  2 Unterrichtsstunden

Ort: in der Schule/Tagesstätte

 

 

Wo summt es denn?
Exkursion für Erwachsene oder Kinder (Schüler/innen)

Bei hoffentlich trocken-warmen Wetter gehen wir ausgerüstet mit Fangnetz und Beobachtungsglas auf die Suche nach den wilden Bienen und anderen Fluginsekten. Wir schauen, welche Blüten besonders beliebt sind, wie sie den Blütenpollen transportieren und wo sie ihre Nester bauen.

 

Dauer: ca. 2-3 Stunden

Ort: Wiese, Brachegelände oder Garten nach Absprache

 

 

Sozialer Wohnungsbau für Wilde Bienen

Werk- und Bastelstunde

Aus Stroh, hohlen Stängeln, Ton oder Lehm bauen wir einfache Nisthilfen für Wildbienen. Zum 'mit-nach-Hause-nehmen' oder für ein Insektenhotel in (an) der Schule. Ältere Teilnehmer können auch mit Hilfe einer Bohrmaschine Löcher in Holzstücke bohren.

 

Dauer:  ca. 2-3 Stunden

Ort: in der Schule/Tagesstätte